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Saarbrücker Zeitung 10.08.2011

Knapp 300 Teilnehmer trotzen beim Integrationslauf den Wetterbedingungen

Die Strecke allein ist schwierig, und das Wetter machte es am vergangenen Samstag nicht besser. Beim Integrationslauf der Grojos LTF Elversberg mussten die Läufer mit Schwüle und Dauerregen fertig werden.

Elversberg. Es tropft, es tropft, und es tropft. Vom Himmel, von den Bäumen und von der Stirn jedes Läufers. Vor dem Start des Integrationslaufes in Spiesen-Elversberg herrschte ein Klima, das man mit „Waschküche“, „Treibhaus“ oder „Dampfbad“ beschreiben könnte. Tatsächlich glich das Waldgebiet zwischen Spiesen und Neunkirchen, in dem am vergangenen Samstag der fünfte Integrationslauf der Grojos LTF Elversberg stattfand, ein bisschen einem Dschungel, nur Mücken und Papageien-Rufe fehlten noch. Es war selten passend, dass der Start des Laufes am Centrum für Freizeit und Kommunikation (CFK) ausgerechnet an der Straße „Zum Nassenwald“ lag. Selten war der Name bei einem Lauf mehr Programm.

Viele Läufer ließen sich jedenfalls davon abschrecken. Während im vergangenen Jahr noch 340 Läufer bei strahlendem Sonnenschein am Start waren, waren es diesmal 295. Angesichts der Umstände mit der Konkurrenz von Saar- Spektakel und Fußball-Bundesliga- Start trotzdem eine gute Zahl. Die Veranstalter um den Vorsitzenden und Namensgeber Joachim Groß ließen sich jedenfalls die Laune nicht verregnen. Die Strecke des Laufes ist auch ohne klimatische Handicaps schwierig, oder wie der Läufer gerne sagt: „Nicht Bestzeitentauglich.“ Sie führt vom CFK einen Kilometer abwärts, gefolgt von zwei profilierten Runden, ehe es den anfangs gelaufenen Kilometer wieder hoch zum Ziel geht. Eine Waldstrecke, die eigentlich nie flach ist, sondern entweder fällt oder steigt.

Huckert siegt locker Sportlich war das Rennen durch den „Regenwald“ eine klare Angelegenheit. Der im Augenblick überragende Läufer im Kreis Neunkirchen, Thomas Huckert aus Wiebelskirchen, nutzte den Lauf zu einer besseren Trainingseinheit und gewann souverän in 35:15,7 Minuten. „Ich bin froh, dass es nach der harten Trainingswoche so gut geklappt hat. Die Bedingungen waren ja eher bescheiden“, sagte der Athlet der LG Saar 70 im Ziel, wo es mittlerweile in Strömen regnete.

Zweiter wurde Markus Riefer von der SSC Hanau-Roden eine knappe halbe Minute hinter Huckert. Der 46-Jährige, der früher 32er-Zeiten über zehn Kilometer lief, kam aus der Pfalz ins Saarland, um die Familie zu besuchen. Und „da versuch’ ich mich dann immer zu einem Lauf abzusetzen“, sagte er mit einem Augenzwinkern. Dritter wurde Christian Quinten, der das härteste Programm des Tages abspulte und neben den zehn Kilometern in 36:08 Minuten auch noch den Fünf-Kilometer-Lauf in guten 16:58 Minuten gewann. Er kam über zehn Kilometer vor Vorjahressieger Erik Theiß (Grojos LTF Elversberg) ins Ziel.

Alaimo schlägt Saar 05er Bei den Damen wiederholte die Vohrjahressiegerin Heike Alaimo (TV Ottweiler) ihren ersten Platz. Die amtierende deutsche Meisterin im Zehn-Kilometer- Straßenlauf siegte in 39:04 Minuten vor der deutschen Vize- Meisterin im Marathon, Marion Jakobs (SV Saar 05 Saarbrücken, 42:03 Minuten), der mit Andrea Karl eine weitere Saar 05erin in 43:04 Minuten folgte. „Ich war lange verletzt, jetzt geht es wieder aufwärts. Ich will zu den deutschen Meisterschaften im September wieder fit sein“, sagte Alaimo.

   
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